Swiss Open in Zürich 2010
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*Swiss
Open in Zürich:* Tatort:
Time2dance-Tanzschule in Zürich Tatzeit:
Samstag, 17.Juli Die
Täter: Norbert Mayr und Thomas Heidl Am
Samstagmorgen brachen die Beiden auf, um mit ihrem Privatchauffeur und einer Limosine der Marke "Ka" in die schöne Schweiz
zu fahren. Hier wollten sie ihr erstes Standardturnier nach über einem Jahr
Pause und mit neuer Rollenverteilung tanzen. Keiner von beiden hatte vorher in
der jeweiligen Rolle getanzt und somit waren beide verständlicherweise
neugierig und ein kleinwenig nervös, was der Tag bringen würde. Die
Tanzschule "Time2dance", die bereits seit Längerem im Equalitybereich Kurse und Workshops anbietet, hatte die
Organisation der
ersten "Swiss Open" übernommen und ihre Räume zur Verfügung gestellt.
Um den Paaren einen entsprechenden Rahmen zu bieten, wurde bei der
Organisation nicht gekleckert, sondern gleich richtig rangeklotzt. Wie in der
Schweiz üblich, waren drei Wertungsrichter eingeladen
worden, unter ihnen international erfolgreiche ehemalige Turniertänzer, wie
zum Beispiel Fabienne Studer (mehrfache Zehn-Tänze Meisterin).
Die eigentliche Turnierorganisation war sogar noch hochkarätiger besetzt. Philip
Banyer (mehrfacher englischer Meister und
Vizemeister in Blackpool, dem größten Heteroturnier der Welt), sowie seine
Frau Sandie Banyer-Baumann (Finalistin der
Zehn-Tänze-Weltmeisterschaft) waren den ganzen Tag gut im Stress, die vielen
Kreuze und Wertungen auszurechnen. Bei solch erfahrenen Mitwirkenden war es
nicht verwunderlich, dass der gesamte Tag nahezu perfekt verlief. Eine tolle
Musik und die gute, vielleicht ein wenig zu quadratische Fläche rundeten
alles ab. Gut, die Säule in der Mitte der Fläche hätte es vielleicht nicht
unbedingt gebraucht, aber man soll ja nicht kleinlich sein. Etwa
dreißig Paare waren der Einladung gefolgt, sich dem Turnier zu stellen und um
die einzelnen Felder so groß wie möglich zu machen, tanzten
Männer- und Frauenpaare in den Runden zusammen. Darüber hinaus durften die
Sieger bis Drittplatzierten eines jeweiligen Turniers in der nächsten Klasse
nochmals tanzen. Norbert und Thomas tanzten eine super Sichtungsrunde (am
Nachmittag) und wurden klar in die A-Klasse eingestuft, wo sie sich später
(abends gegen neun), trotz der elendig langen Pause, hinter den Fünften der
letzten Deutschen Meisterschaft A-Klasse den zweiten Platz bei den Männern
und den vierten Platz insgesamt holten. Gratulation zu dem tollen Auftakt. Die
Leistungen der Paare waren insgesamt sehr breit gefächert, von hervorragend
bis ausbaufähig, und vielleicht gerade deshalb zu keiner Zeit
langweilig. Selbst als Zuschauer wollte man am liebsten gleich selber
mittanzen. Neben den Turnieren war auch ein Hobbykreis-Mannschaftswettbewerb
durchgeführt worden. Eine tolle Sache mit viel unverkrampftem Tanzen und
offensichtlichem Spaß bei der Sache bei
allen fünf Teams. Ein kleiner Wehrmutstropfen für die Organisatoren war
lediglich das Fehlen von mehr Paaren aus Deutschland und
Europa, die man vielleicht im Hinblick auf die baldigen Gaygames
erwartet hatte. Insgesamt
ein echt toller Tag in einer schönen Stadt und mit einem klasse Turnier.
Randnotiz: Auch die Spiegelsäule hatte den Tag unbeschädigt
überlebt. Ein Termin für nächstes Jahr Anfang Juli steht auch schon fest, wo
man ja vielleicht mit einer größeren Gruppe vom L.U.S.T.
e.V. dort für etwas Furore sorgen könnte. Michael
Bildner |
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